Schimmel vermeiden heisst Werte erhalten. Ein Blick aus der Immobilienpraxis
In unserer täglichen Arbeit als Bewirtschafter und Immobilienverwalter begegnen wir immer wieder einem Thema, das oft unterschätzt wird: Schimmelbildung in Gebäuden.
Dabei ist klar: Schimmel entsteht nicht einfach so. Es sind meist konkrete, vermeidbare Ursachen, die zu Feuchtigkeit und in der Folge zu Schäden an der Bausubstanz und einer Verminderung der Wohnqualität führen.
Was wir regelmässig beobachten
- Unzureichende Belüftung in modernen, gut gedämmten Bauten
- Kältebrücken durch bauliche Details oder fehlende Dämmung
- Alltagsverhalten, zum Beispiel dauerhaft gekippte Fenster oder Möbel, die zu nahe an Aussenwänden stehen
- Verborgene Feuchtigkeit durch defekte Leitungen oder feine Risse im Baukörper
Diese Faktoren bleiben oft lange unentdeckt. Sichtbarer Schimmel ist dann meist nur die Folge. Der tatsächliche Schaden beginnt deutlich früher.
Was aus unserer Sicht hilft
- Regelmässiges Lüften, mehrmals täglich bei vollständig geöffneten Fenstern
- Konstante Raumtemperaturen, auch in weniger genutzten Räumen
- Möbel mit Abstand zu kalten Aussenwänden platzieren, um Luftzirkulation zu ermöglichen
- Routinemässige Sichtkontrollen an bekannten Schwachstellen wie Fensterlaibungen oder Aussenwänden
Unser Tipp aus der Praxis
Schimmel ist kein Schönheitsfehler, sondern fast immer ein Warnsignal für zu viel Feuchtigkeit, verursacht durch bauliche Schwächen oder falsches Nutzerverhalten. Wer früh reagiert, schützt nicht nur die Bausubstanz, sondern auch den langfristigen Wert der Immobilie. Gleichzeitig entsteht ein gesundes Wohnklima für alle Beteiligten. Aus unserer Sicht gehört dieser Weitblick zur verantwortungsvollen Immobilienbewirtschaftung dazu.